Aktuelles

Fachgebiet Ingenieurgeologie

 

Aktuelles

 

Endlagerexkursion 2018

Die Aufgabe der Suche nach einem Endlagerstandort für hochradioaktiven Atommüll obliegt der neu gegründeten Bundesgesellschaft für Endlagerung mbh (BGE). In der Gesellschaft wurden die Asse GmbH, die Deutsche Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe mbH (DBE) sowie Teile des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) gebündelt. Bei der Suche nach einem Endlager für radioaktive Abfälle rücken geologische Kriterien des potentiellen Einlagerungsgesteins immer mehr in dem Mittelpunkt der Standortsuche. Aus diesem Grund ist das Themenfeld ein interessantes Arbeitsgebiet für zukünftige Geowissenschaftler. Um uns über den aktuellen Stand der Entwicklung in diesem Bereich, sowie die Standorte für schwach und mittelaktive Abfälle zu informieren, reisen wir in die Braunschweigische Landschaft.

Der erste Besuchspunkt war der Schacht Konrad, ein ehemaliges Eisenerz-Bergwerk, welches bis zum Jahr 2027 zu einem Endlager für radioaktive Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung umgebaut werden soll. Vor Ort wurden wir über die Geschichte des Bergwerkes und die Geologie des Standortes informiert. Untertage konnten wir uns über die laufenden Ausbauarbeiten informieren.

In dem Informationszentrum der Asse II wurden wir über die Geschichte des ehemaligen Salzbergwerkes informiert. Nach der Einstellung des regulären Abbaubetriebes wurde die Anlage zwischen 1967 und 1978 zur Erforschung der Endlagermöglichkeiten, aber auch zur Endlagerung von ca. 126.000 Fässern mit schwach radioaktivem Müll genutzt. Da schon seit Jahrzehnten der Zutritt von Wässern in dem Bergwerk beobachtet werden konnte, wurde gesetzlich beschlossen, die teilweise verstürzten Fässer komplett zu bergen und anderweitig sicher endzulagern.

In dem ehemaligen Kali- und Steinsalzbergwerk Morsleben/Bartensleben, auf dem Gebiet der ehemaligen DDR, wurden seit den 1970er Jahren radioaktive Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung eingelagert. Auch nach der Wiedervereinigung wurde zwischen 1994 und 1998 Atommüll eingelagert. Auf eine weitere Einlagerung wurde in der Folgezeit verzichtet. Seitdem wird das Bergwerk gesichert, sowie die Abdichtung der mit radioaktiven Abfällen befüllten Hohlräume erforscht. Weiterhin werden Hohlräume in den nächsten Jahrzehnten verfüllt, um das Grubengebäude für die Zukunft zu stabilisieren. Untertage wurden wir über die laufenden Versuche und anstehende Ausbaumaßnahmen informiert.

 

Schweiz Exkursion 2017

Vom 9.-12. Oktober fand die Schweiz-Exkursion des Fachgebiets Ingenieurgeologie statt. Der Hauptfokus war auch dieses Mal der Besuch der Untertagelabore Mont Terri (Opalinuston, Faltenjura) und Grimsel (Granit, Aar-Massiv). Die Studierenden konnten sich dabei über die laufenden Forschungstätigkeiten bezüglich der Endlagerung radioaktiver Abfälle in der Schweiz informieren. Beim Besuch der Baustelle am Bözberg konnte der im Bau befindliche Ersatzneubau des Eisenbahn-Tunnels besichtigt werden. Es wurde über die technische Umsetzung, sowohl Untertage als auch im Bereich der Baustelle, umfassend informiert. Weiterhin konnten zwei ehemalige Tagebaue, in denen Opalinuston (Dogger) bzw. Effinger Schichten (Malm) abgebaut wurde, besichtigt werden. Die gut sichtbaren Auswirkungen des größten bekannten Felssturzes in den Alpen konnten bei Flims erwandert werden. Die Auswirkungen des Klimawandels konnten an dem deutlich rückschreitenden Rhonegletscher besichtigt werden.

 

Exkursion zur Baustelle Gateway Gardens

Die Anbindung des neuen Frankfurter Stadtteils Gateway Gardens an den öffentlichen Schienennahverkehr macht die Verlegung einer S-Bahn-Trasse notwendig. Dafür müssen vier Kilometer Strecke, sowie ein S-Bahn-Haltepunkt neu gebaut werden. Aufgrund der komplizierten Lage zwischen Flughafen und mehreren Autobahn-Trassen müssen zwei Kilometer der S-Bahn-Trasse unterirdisch gebaut werden. Am 21., 28. April und 9. Juni 2017 wurde diese Baustelle von Studierenden der TU Darmstadt besucht. Dies ermöglichte den Studierenden, die unterschiedlichsten Arten der Baugrubensicherung in der Realität zu besichtigen.

 

Infos zu Studium und Beruf

Der Bundesverband Deutscher Geowissenschaftler e.V. bietet vielfältige Angebote für Studieninteressierte, Studierende und Absolventen der Geowissenschaften an. Hierzu gehören ein Mentoring-Programm (Kontakt zu berufstätigen Geowissenschaftlern), eine Jobbörse, Beratung und vieles mehr.

 

Spannungskarte Deutschland 2016

Die Spannungskarte Deutschland 2016 finden Sie hier als .pdf (18,6 Mb)

Reiter, K., Heidbach, O., Müller, B., Reinecker, J., Röckel, T., (2016): Spannungskarte Deutschland 2016, doi:10.5880/WSM.Germany2016

 

Exkursion Schweiz 2016

Die Schweiz-Exkursion des Fachgebiets Ingenieurgeologie fand vom 19. bis 22. September statt. Der Hauptfokus war auch dieses Mal der Besuch der Untertagelabore Mont Terri (Opalinuston, Faltenjura) und Grimsel (Granit, Aar-Massiv). Die Studenten wurden dort über die laufenden Forschungstätigkeiten bezüglich der Endlagerung radioaktiver Abfälle in der Schweiz informiert. Ein weiteres Highlight war der Besuch der Steinschlagversuchsanlage bei Walenstadt. Hier werden Steinschlagschutznetze während der Entwicklungsphase, aber auch für ihre Zulassung getestet. Weiterhin besuchten wir den Rhonegletscher, sowie den Felssturz von Flims, welcher der größte bekannte Felssturz der Alpen ist.

 

Fachgebietstagung in Oberjoch

Vom 30.06.-02.07.2015 hielten wir uns im schönen Oberallgäu auf, um uns über unsere laufenden Arbeiten auszutauschen und dabei Anknüpfungspunkte zu finden und die weitere Ausrichtung der Arbeitsgruppe zu diskutieren.

 

Exkursion Tunnelbau Spessart 29.05.+ 19.06.2015

Als Ersatzneubau für den 160 Jahre alten Schwarzkopftunnel wird auf der Bahnstrecke Hanau-Nantenbach zwischen Laufach und Heigenbrücken eine komplett neue Umfahrungsstrecke mit vier Tunneln pro Fahrtrichtung errichtet. Die Tunnel werden in bergmännischer und offenerer Bauweise errichtet.

 

Exkursion Schweiz

Mit Studierenden und Mitarbeitern des Fachbereichs Ingenieurgeologie hielten wir uns vom 05.-07.10.2015 in der Schweiz auf. In den Untertagelaboren Mont Terri (Opalinuston, Faltenjura) und Grimsel (Granit, Aar-Massiv) informierten wir uns über laufende Forschungstätigkeiten bezüglich der Endlagerung radioaktiver Abfälle. Weiterhin besuchten wir den Rhonegletscher, sowie die Felssturze Preonzo und Flims.

 

Aktuelle Beiträge des Fachgebietes Ingenieurgeologie zu folgenden Konferenzen sind hier zu finden:

  • Frühjahrstagung der DGMK, 5.-6.April 2017, Celle
  • GeoBremen 2017, 24-29. September 2017, Bremen
  • AGU Fall Meeting, 11-15 Dezember 2017, New Orleans, USA
 

Aktuell angebotene Themen für Abschlußarbeiten des Fachgebiets finden Sie hier.

 
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Unterlagen zu den angebotenen Vorlesungen finden Sie auf der Lernplattform Moodle.

 

Informationen zu den Vorlesungen finden Sie im Campus-Management-System der TU Darmstadt TUCaN.