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Angewandte Sedimentgeologie

Seit Jahrmillionen werden Gesteine neu gebildet, verwittern, werden abgetragen und bilden neue Ablagerungen in verschiedenen Environments. Durch diagenetische Prozesse und fortgesetzte Überlagerung werden diese Ablagerungen zu Sedimentgesteinen. In diesen Sedimenten fließt unser Grundwasser, sie beinhalten Erdöl oder andere Rohstoffe und sie stellen den Baugrund von Bauwerken dar.

Gegenstand der Angewandten Sedimentgeologie ist die Erforschung des Stoffbestandes und der Strukturen von Sedimentgesteinen, ihrer Genese in Raum und Zeit und ihrer Bedeutung hinsichtlich anwendungsorientierter Aspekte. Sedimentgesteine bedecken rund 75% der festen Erdoberfläche. Entsprechend bedeutend ist ihre Kenntnis auch für viele praktische Fragestellungen. Diese reichen von der Baugrunderkundung, Rohstoffgewinnung bis hin zu Fragen der Wasserwirtschaft und dem Verhalten von Umweltschadstoffen im Untergrund. Die Forschungsschwerpunkte der Angewandten Sedimentgeologie an der TU Darmstadt liegen auf dem Gebiet der klastischen Sedimentologie und der Erdoberflächenprozesse. Aktuelle Forschungsthemen beschäftigen sich mit kontinentalen Sedimentbecken, hochaufgelöster Sequenzstratigraphie, Limnogeologie, glazialen und proglazialen Sedimentationsprozessen, vulkanoklastischen Ablagerungen, Schwemmfächern, Erosion und Sedimenthaushalt von Flusseinzugsgebieten und regionalen Grundwassersystemen in ariden Gebieten. Als spezifische Methoden werden dabei Poroperm-Messungen, Palynologie und die oberflächennahe Erkundung mit Georadar eingesetzt. Unsere derzeitigen Arbeitsgebiete sind Süddeutschland, die Alpen, Uganda, Mexiko, Saudi Arabien und NW-China. Unsere Expertise und Messmethoden bieten wir im Rahmen von Aufträgen oder Industrieprojekten auch außeruniversitären Partnern an.