Geowissenschaften als Beruf

Geowissenschaften als Beruf

Geowissenschaftler – Wo sind sie tätig?

Wir nutzen unseren Lebensraum auf vielfältige Weise: wir bauen Häuser, Straßen, Staudämme und Tunnel, pumpen Trinkwasser und Erdöl aus der Tiefe, gewinnen in großen Bergbaubetrieben auf und unter der Erdoberfläche die Materialien, aus denen Metalle, Keramiken, Glas, Zement und viele andere Werkstoffe hergestellt werden. Die Nutzung der Erde durch den Menschen führt aber häufig auch zu einer Gefährdung des Lebensraumes. Verschmutzung von Luft, Boden und Wasser, Veränderung großer Landschaftsflächen und des Klimas sind die Folgen. Deshalb muss die Verwendung natürlicher Ressourcen geplant und gesteuert werden und müssen Schäden infolge menschlicher Eingriffe möglichst vermieden oder behoben werden.

Bei all diesen Tätigkeiten sind Geowissenschaftler und Geowissenschaftlerinnen von der Vorerkundung bis zur Fertigstellung gemeinsam mit anderen Naturwissenschaftlern und Ingenieuren beteiligt.

Alle großen gesellschaftlichen Problemfelder sind auch geowissenschaftlich relevante Themen (Beispiel: Klimawandel). Das Stellenangebot wird zunehmend vergrößert durch die knapper werdenden Ressourcen und Reserven von metallischen und nicht-metallischen Rohstoffen sowie dem Bedarf an Fachleuten für die Zukunftsthemen Klima, Wasser, Energie, Boden und Umwelt.

Die etwa 20.000 in Deutschland tätigen Geowissenschaftler und Geowissenschaftlerinnen arbeiten – zum überwiegenden Teil als Hydrogeologen oder Ingenieurgeologen – in Ingenieurbüros, Beratungsfirmen oder anderen Bereichen der Industrie (Bauindustrie, Bergbau, Ölindustrie, Bohrfirmen, Wasserwerke…). Ihre Tätigkeiten sind angewandt ausgerichtet und befassen sich mit Fragestellungen wie Grundwassererschließung und -schutz, Stabilität des Baugrundes, Altlastenerkundung und -sanierung, Rohstoffprospektion und -exploration, Vorhersage und Vermeidung von Naturkatastrophen sowie Umweltschutzfragen im weitesten Sinne. Weitere Tätigkeitsfelder finden Angewandte Geowissenschaftler an Universitäten oder in anderen Forschungseinrichtungen sowie bei Behörden, Ämtern und Verbänden. Die Arbeitslosenquote von Geowissenschaftlern wird vom Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler (BDG) mit < 5 % angegeben.

Weiterführende Informationen

Studis online – Geowissenschaften studieren: Die Weisen der Steine

Der BDG – Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler e.V. – bietet weitere Informationen zu geowissenschaftlichen Tätigkeitsfeldern

Gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt – Die Zeit über Die Retter der Welt; auch hier zu finden

Stellenbörsen für die Geobranchen GEOjobs.de und MyGeo

Stellenangebote der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)