Angewandte Geowissenschaften studieren?

Fragst du dich, wie die Energieversorgung der Zukunft aussehen wird und wie die Nutzung natürlicher Ressourcen dauerhaft gesichert werden kann? Diese und ähnliche Fragen sind es, mit denen sich Geowissenschaftlerinnen und Geowissenschaftler beschäftigen. Während umfangreicher Geländeübungen und Laboruntersuchungen kommen wir den drängenden Fragen dieser Zeit auf die Spur und forschen intensiv an Lösungen für eine nachhaltige Welt.

Judith Winkler, 23 ,
IAG-Studentin und Mentorin

Das tolle am Studium sind die vielen Exkursionen und Praxisanteile. Die TU Darmstadt schafft viele Unterstützungsangebote und Freizeitaktivitäten für Studierende. Als Mentorin beim Schüler*innen-Mentoring der TU Darmstadt erzähle ich Schüler*innen von meinem Studiengang und dem Studienalltag. Neben dem Studium gehe ich gerne spazieren, wandern oder bin allgemein draußen. Mein Lieblingsmodul: Exkursionen

Warum Geowissenschaften?

Was tun Geowissenschaftlerinnen und Geowissenschaftler überhaupt? Sie stellen die Versorgung mit sauberem Wasser, mit fossilen und alternativen Energieträgern, mit Erzen und Salzen und mit Bau- und Werkstoffen aller Art sicher. Sie beschäftigen sich mit dem globalen Klimawandel, mit der Verschmutzung von Atmosphäre, Boden, Gewässern und Meeren und mit den Ursachen und Auswirkungen von Naturkatastrophen. Sie untersuchen und beurteilen den geologischen Untergrund bei Bauprojekten. Und vieles mehr. Für die Vielfalt der damit verbundenen Aufgaben und Tätigkeitsfelder werden gut ausgebildete Expertinnen und Experten benötigt.

Studium mit Zukunft

Geowissenschaftlerinnen und Geowissenschaftler – Wo sind sie tätig?

Wir nutzen unseren Lebensraum auf vielfältige Weise: wir bauen Häuser, Straßen, Staudämme und Tunnel, pumpen Trinkwasser und Erdöl aus der Tiefe, gewinnen in großen Bergbaubetrieben auf und unter der Erdoberfläche die Materialien, aus denen Metalle, Keramiken, Glas, Zement und viele andere Werkstoffe hergestellt werden.

Die Nutzung der Erde durch den Menschen führt aber häufig auch zu einer Gefährdung des Lebensraumes. Verschmutzung von Luft, Boden und Wasser, Veränderung großer Landschaftsflächen und des Klimas sind die Folgen. Deshalb muss die Verwendung natürlicher Ressourcen geplant und gesteuert werden und Schäden müssen infolge menschlicher Eingriffe möglichst vermieden oder behoben werden.

Bei all diesen Tätigkeiten sind Geowissenschaftlerinnen und Geowissenschaftler von der Vorerkundung bis zur Fertigstellung gemeinsam mit anderen Naturwissenschaftler*innen und Ingenieur*innen beteiligt.

Alle großen gesellschaftlichen Problemfelder sind auch geowissenschaftlich relevante Themen (Beispiel: Klimawandel). Das Stellenangebot wird zunehmend vergrößert durch die knapper werdenden Ressourcen und Reserven von metallischen und nicht-metallischen Rohstoffen sowie dem Bedarf an Fachleuten für die Zukunftsthemen Klima, Wasser, Energie, Boden und Umwelt.

Die etwa 20.000 in Deutschland tätigen Geowissenschaftlerinnen und Geowissenschaftler arbeiten beispielsweise in Ingenieurbüros, Beratungsfirmen oder anderen Bereichen der Industrie (Bauindustrie, Bergbau, Ölindustrie, Bohrfirmen, Wasserwerke…). Ihre Tätigkeiten sind angewandt ausgerichtet und befassen sich mit Fragestellungen wie Grundwassererschließung und -schutz, Stabilität des Baugrundes, Altlastenerkundung und -sanierung, Rohstoffprospektion und -exploration, Vorhersage und Vermeidung von Naturkatastrophen sowie Umweltschutzfragen im weitesten Sinne. Weitere Tätigkeitsfelder finden Angewandte Geowissenschaftlerinnen und Geowissenschaftler an Universitäten oder in anderen Forschungseinrichtungen sowie bei Behörden, Ämtern und Verbänden.