Neues Forschungsvorhaben zu Reifenabrieb in Böden gefördert
Räumliche Erfassung und Interpolation der Belastung durch Reifenabrieb in Böden am Straßenrand
04.11.2025
Reifen- und Straßenabriebpartikel (TRWP) stellen eine Gefahr für die Umwelt dar. TRWP können durch Lufttransport und Ablagerungen leicht in Böden in der Nähe von Straßennetzen gelangen, wodurch die Gefahr einer Anreicherung von TRWP in Böden am Straßenrand besteht. Trotz einzelner Aufzeichnungen von TRWP-Massenkonzentrationen ist die Anzahl der analysierten Proben jedoch zu gering und die Standortauswahl zu voreingenommen, um die TRWP-Konzentrationen an Straßen wirklich beurteilen zu können. Darüber hinaus ist noch weniger über die Anzahl, Größe, Form und räumliche Verteilung von TRWP in Böden am Straßenrand bekannt. Das kommende GRIP-Projekt, das im Rahmen der ersten offenen Ausschreibung des Tire Industry Project (TIP) für eine Förderung ausgewählt wurde, zielt darauf ab, diese erhebliche Wissenslücke zu schließen, indem es eine größere Feldprobenahme, einen neuartigen partikelbasierten Analyseansatz und eine kreuzvalidierte Massenabschätzungsmodellierung kombiniert, um die generierten TRWP-Daten in einem georäumlichen Modellierungsansatz zu nutzen. Dieser Ansatz wird es ermöglichen, die räumliche Verteilung der TRWP-Anreicherung in Böden entlang von Straßennetzen vorherzusagen.
Antragssteller: Dr. Collin J. Weber und Prof. Dr. Moritz Bigalke
Mitantragssteller: Dr. Dominika Kundel (FiBL Schweiz)