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Technische Petrologie

Polaristationsmikroskopische Aufnahme eines Dünnschliffes
Dünnschliffbild eines geschieferten Quarzites (Quarz= grau-weiß; Bunt= verschiedene Glimmer)

Forschungsschwerpunkte

Im Forschungsschwerpunkt beschäftigt sich das Fachgebiet Technische Petrologie mit den chemischen und physikalischen Prozessen der Gesteinsbildung und Verwitterung, sowie den angewandten Aspekten in der Rohstoffnutzung und Umweltforschung. Diese fallen unter das Dach der Niedrigtemperaturpetrologie (Paläogeothermie und Erforschung externer Gebirge, Tonmineralogie, Kohlenpetrologie (Kohlenwasserstoffe s.l.) und Experimentelle Petrologie.

  • Experimentelle Petrologie: Synthese und Charakterisierung der Inkohlungsprozesse mittels optischer Parameter an organischen Komponenten.
  • Synthese und Charakterisierung der Mineralreaktionen und Brenngefüge in Keramiken zur Verbesserung der Kenntnisse frühzeitlicher Herstellungen und deren Einfluß auf die kulturelle Entwicklung von Bevölkerungsgruppen.
  • Kohlenpetrologie: Nutzung der Vitrinitreflexion und anderer kohlenpetrologischer Parameter zur Bestimmung der Diagenese- und Metamorphosegrade.
  • Entwicklung eines Geothermobarometers unter Berücksichtigung der Kinetik des Reifegrades des Vitrinits. Erstmals wird es möglich sein, Barometrie zusammen mit Thermometrie zu nutzen, um geothermische Gradienten zu ermitteln, die in der Orogenforschung, Sedimentbeckenanalyse, Kohlenwasserstoffexploration, Geothermieprospektion und Energieforschung s.l. genutzt werden können.
    • Verfeinerung der Methoden zur Kohlenwasserstoffexploration.
    • Verfeinerung der Methoden zur Charakterisierung der niedrigstgradigen Metamorphose.
  • Nutzung der Bituminitreflexion für die Kerogenforschung, Paläogeothermie und Erforschung externer Orogene.
  • Tonmineralogie: Nutzung des Kübler Indexes und anderer tonmineralogischer Parameter zur Bestimmung der Diagenese- und Metamorphosegrade.
  • Entwicklung von Geothermometern und Barometern unter Berücksichtigung der Kinetik des Reaktionsfortschrittes und Strukturverbesserung von Tonmineralen. Weitere Ausarbeitung und Verbesserung der Geobarometrie und Geothermometrie, um geothermische Gradienten besser zu ermitteln und die in der Orogenforschung, Sedimentbeckenanalyse, Kohlenwasserstoffexploration und Geothermieprospektion genutzt werden können.
    • Verfeinerung der Methoden zur Kohlenwasserstoffexploration.
    • Verfeinerung der Methoden zur Charakterisierung der niedrigstgradigen Metamorphose.
  • Archäometrie und Tonmineralogie: Bestimmung und Erforschung der Herstellungstechniken eisenzeitlicher, hellenistischer und römischer Keramiken.
    • Bestimmung von Dauer und Temperatur der Keramikbrennung.
    • Bestimmung der benutzten Rohstoffe.
    • Lokalisierung der abgebauten Rohstoffe.
    • Ermittlung der Handelswege mittels der Charakterisierung ortsfremder Rohstoffe.
    • Zeitliche Weiterentwicklung der Gefäßformen.
  • Reaktionsprozesse in Bergbauhalden, Alteration von Böden durch saure Grubenwässer, Tonmineraldegradation und Wasser-Gesteins Wechselwirkungen in der Umweltgeologie.
  • Niedrigtemperaturpetrologie s.l.: Orogen- und Paläogeothermieforschung in den Vorlandbecken der Alpen, Vogesen, Dinariden, Karpaten, Stara Planina (Bulgarien), Balkaniden, Varisziden am Bosporus und in der NW Türkei.
  • Bestimmung der Wasser – Gesteinswechselwirkung und Wasserchemie in kristallinen Grundwässern und deren Trinkwassernutzung (Odenwald, Bergstraße).