Forschung

Aktuelle Forschungsprojekte

Zoned detrital garnet grain

Granatgeochemie als Provenienzindikator im Schweizer Molassebecken

Zusammenfassung

Das Schweizer Vorlandbecken ist eines der wichtigsten sedimentären Archive, das Auskunft über die tektonische Entwicklung der Alpen geben kann. Die Oligozäne bis Miozäne Sedimentzufuhr wurde durch die letzten Phasen der alpinen Gebirgsbildung sowie großskalige geodynamische und klimatische Veränderungen kontrolliert. Viele dieser Prozesse sind in den Vorlandsedimenten durch eindeutige Verschiebungen in der Sedimentzusammensetzung abgebildet. Obwohl die Sedimente in der Vergangenheit mit vielfältigen Provienienzmethoden bereits intensiv untersucht wurden, bestehen immer noch Unstimmigkeiten in der Interpretation der ober-Miozänen Entwicklung des Molassebeckens.

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Wechselbeziehungen zwischen Biodiversität der Landpflanzen und Klima über 10 Millionen Jahre im frühen Paläogen des Helmstedter Braunkohlenreviers

Zusammenfassung

Eine nahezu kontinuierliche Abfolge von Sedimenten vom späten Paläozän bis zum mittleren Eozän wurde in hoher Auflösung in Tagebauen aus dem Helmstedter Braunkohlenrevier in der Nähe von Schöningen, Niedersachsen, Deutschland beprobt. Die mehr als 200 m mächtige Abfolge besteht aus 13 Braunkohle-Flözen und deren marinen bis fluviatilen Zwischenmitteln, die am südlichen Rand der Proto-Nordsee in einem ästuarinen Milieu abgelagert wurden. Die Sedimente umfassen dabei das Early Eocene Cimatic Optimum (EECO) und seine stetige, aber langsame Abnahme, den Übergang zum Middle Eocene Climatic Optimum (MECO) sowie einige kurzfristige Wärmeevents wie beispielsweise das Paleocene-Eocene Thermal Maximum (PETM).

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Heterogenität und Anisotropie in hydrogeothermischen Reservoiren – Am Beispiel des Innervariszischen Permokarbons

Zusammenfassung

Die geothermische Energieproduktion ist weiterhin ein unterrepräsentiertes Mitglied innerhalb der Technologien zur erneuerbaren Energiegewinnung, trotz entscheidender Vorteile wie geopolitischer Unabhängigkeit, Grundlastfähigkeit, geringen Emissionswerten, Kupplungsmöglichkeiten zu anderen Energieformen und nur einen geringen Bedarf an Fläche. Obwohl die Geothermie durch das Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG) gefördert wird, trägt sie lediglich 0,3% zum Primärenergieverbrauch der Bundesrepublik Deutschland bei. Private Investoren werden primär durch die hohen Bohrungskosten und das bisweilen hohe Fündigkeitsrisiko abgeschreckt.

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Klima- und Vegetationsdynamik im Eozän-Treibhaus Mitteleuropas: Palynologische Untersuchung von lakustrinischen Sedimenten des Prinz-von-Hessen-Sees (Hessen)

Zusammenfassung

Das geplante Promotionsprojekt ist mit dem frühen Tertiär verwandt, nach bisherigen Erkenntnissen wahrscheinlich (mittleres) Eozän. Ein Abschnitt der Seesäulensedimente des Prinz-von-Hessen-Sees (PvH) in Südwestdeutschland wurde in einer wissenschaftlichen Bohrung im Jahr 1997 (Kern B / 97-BK 9) gezogen. Hauptaufgabe des Projekts ist die detaillierte Analyse des organischen Materials, das nach palynologischer Behandlung im Zusammenhang mit taxonomischen, biostratigrafischen, paläoökologischen und paläoklimatischen Fragestellungen steht. Das Projekt beginnt mit der systematischen / taxonomischen Analyse des Inventars von Pollen und Sporen sowie von Algen und anderen organischen Rückständen.

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Paläozoische source-to-sink Beziehung im nördlichen Trans-Gondwana Gebirgsgürtel (Ostafrika, Arabien)

Zusammenfassung

Der Großkontinent Gondwana entstand vor 650-600 Ma durch die Schließung des Mozambique-Ozeans. Hierbei bildete sich ein Gebirgsgürtel, von dem große Massen Detritus in Richtung des Kontinentalrandes abgetragen wurden. Das Projekt soll das Modell eines Super-Fächer-Systems im Paläozoikum Nordgondwanas testen und gegebenenfalls korrigieren. Dazu wird eine sorgfältige Liefergebietsanalyse der paläozoischen Sandsteine auf der Arabischen Plattform und in Äthiopien durchgeführt. Gesamtgesteinspetrographie, Geochemie, Schwermineralanalyse, Mineralchemie und U-Pb-Datierung von Zirkonen werden hierbei kombiniert. Die Untersuchung erfolgt entlang eines Quellen-Senken-Transekts von Äthiopien bis zur Arabischen Plattform, um potenzielle Liefergebiete in Ostafrika mit paläozoischen Siliziklastika im Norden zu verbinden.

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Abgeschlossene Forschungsprojekte