UGANDA RIFTLINK - Project B3)

UGANDA RIFTLINK – Project B3

Die Verbindung zwischen Quelle und Senke im Rwenzori-Gebirge und angrenzender Riftbecken, Uganda: Landschaftsentwicklung und sedimentäre Abfolge bei extremer Hebung

Antragsteller: Matthias Hinderer, Jens Hornung

Förderung: DFG 643/7-1 Forschergruppe RIFTLINK

Bearbeiter: Sybille Roller

Dauer: 2006 – 2010

Zusammenfassung:

Das RIFTLINK Projekt (www.riftlink.de) befasst sich mit den Ursachen der seit dem Miozän stattfindenden Heraushebung der Riftflanken im ostafrikanischen Grabensystem, der daraus resultierenden Effekte auf Klimawechsel im äquatorialen Afrika und mit den möglichen Folgen für die Evolution der Hominiden. Ziel ist es, ein Prozessverständnis der Riftflanken-Heraushebung durch die Untersuchung der Entstehung des über 5000 Meter hohen Rwenzori-Gebirges zu gewinnen, das im ugandischen Teil des ostafrikanischen Rifts liegt. Im Rahmen der interdisziplinären RIFTLINK Forschergruppe hat das Sedimentologische Projekt (B3) zum Ziel, die erosionale Entwicklungsgeschichte des Rwenzori Gebirges seit seiner extremen Heraushebung durch eine Synthese von Daten aus DEM-basierter morphometrischer Analyse, aus Expositionsdatierung mittels kosmogenen Nukliden (TCN), aus Datierungen alluvialen Quarzes mittels optisch stimulierter Lumineszenz (OSL) und aus detaillierter stratigraphischer Geländeaufnahme der Beckensedimente, aufzulösen.

Die sedimentologische Projektarbeit begann im Juni 2006 und seither wurden 5 Feldkampagnen während der Trockenzeiten durchgeführt. Während einer ersten Übersichtstour wurden Quarzsand-Proben aus allen die Rwenzoris auf ugandischem Territorium entwässernden Hauptflüsse genommen, um die rezenten Denudationsraten mit Expositionsdatierung anhand der Konzentration kosmogener Nuklide (TCN) durchzuführen. Die jüngsten alluvialen Fächerschüttungen und Flußebenenablagerungen im Arbeitsgebiet, z.B. von Mubuku River und Kasaiga River, wurden ebenfalls beprobt, um TCN und OSL Datierungen daran vorzunehmen.

Nordöstlich der Rwenzoris, in der Kisegi-Nyabusosi-Region, ist die Rift-Abfolge am besten zugänglich und aufgeschlossen. Dort wurden in einer Reihe von zeitlich und räumlich versetzten Aufschlüssen stratigraphische Lithoprofile der sehr variablen klastischen Schichtabfolge aufgenommen. Weitere Probennahme erfolgte zur Analyse und Datenermittlung von Tonmineralzusammensetzung, Biostratigraphie, Palynologie, Korngrössenverteilung, detritischer Thermochronologie, und Geochemie. Die meisten dieser Proben befinden sich in Bearbeitung, ebenso wie eine Synthese der aufgenommenen Geländedaten, sowie eine Studienarbeit mit dem Inhalt einer sedimentologischen Kartierung des Makondo-Gebietes.

Forschungsmitarbeiter:

  • Prof. Matthias Hinderer
  • Dr. Jens Hornung
  • Dr. Ulrich Bieg
  • Dr. Sybille Roller
  • Jan Ceglarek

In Kooperation mit dem RIFTLINK-Team:

  • Dr. Barbara Mauz (University of Liverpool)
  • Prof. Friedhelm v. Blanckenburg (Uni Hannover)
  • Immaculate Ssemmanda (Makarere University, Geology Department)

Kontakt (Fr. S. Roller)