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Geothermale Untersuchung jurassischen Kalke (Malm) im deutschen Alpenvorland und devonischer Kalke im kanadischen Vorlandbecken der Rocky Mountains

Bohrkerne und Aufschlussproben vom Oberjurassischen Aquifer im Alpenvorland (Molassebecken) und dem hydrogeologisch äquivalenten Devon-Aquifer (Alberta Basin) sollen faziell, diagenetisch, und petrophysikalisch (hauptsächlich die Kennwerte: Porosität, Permeabilität, Wärmeleitfähigkeit, Temperaturleitfähigkeit, Wärmekapazität, Dichte) miteinander verglichen werden.

Die Untersuchungen sollen auf drei unterschiedlichen Skalen durchgeführt werden: (1) Die Makroskala umfasst die Aufnahme des Oberflächenaufschlusses sowie die Aufnahme von Bohrkernen aus Erkundungsbohrungen zur Ermittlung der Lithologie, des Trennflächengefüges und der Fazies; (2) auf der Mesoskala werden repräsentative Gesteinsproben hinsichtlich der thermo- und petrophysikalischen Eigenschaften für die unterschiedlichen Litho- und Faziestypen im Labor untersucht; und (3) auf der Mikroskala werden Mikrostrukturen, Zementation, Diagenese und Porositäten in Dünnschliffen sowie ggf. mittels einer μ-computertomographischen Untersuchungen analysiert. Dieser Multiskalenansatz hat den Vorteil ein Upscaling der Ergebnisse auf Reservoirmaßstab zu ermöglichen und somit die Reservoirprognose zu verbessern. Die beiden Aquifersysteme bieten sich zu einer nahezu idealen Analogstudie aufgrund ihrer strukturell und regional ähnlichen Position, Systemanalogie und Ausbreitung an. Beide Untersuchungsgebiete können dem gleichen geothermal play type (foreland basin with orogenic belt) zugeordnet werden. Weiterhin sollen diese Arbeiten als Grundlage für zwei zu erarbeitende Referenzprofile durch die beiden Becken (Alberta BAsin, Molassebecken) dienen. Diese Profile sollen für zukünftige gemeinsame vertiefende geowissenschaftliche Forschungsprojekte (DFG, Kanadische Forschungsgemeinschaft) (Aufschlussanalog- und Reservoirstudien mit geophysikalischen, thermofaziellen und diagenetischen Schwerpunkten) entlang dieser Transekten herangezogen werden.

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Bild: Leandra Weydt
M.Sc. Leandra Weydt

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